So fühlt sich das also an!

Patrick/ Juni 20, 2017/ Rennen, Triathlon/ 0Kommentare

Showdown auf der Laufstrecke!

Ich glaube ich war am Rennmorgen noch nie so aufgeregt vor einem Rennen wie dieses Mal. Irgendwie hatte ich Angst nicht rechtzeitig da zu sein. Total unbegründet, da wir echt zeitgerecht losgefahren sind. Irgendwie ging das aber auch nicht weg als ich um kurz vor 8 Uhr in der Wechselzone die letzten Vorbereitungen erledigte. Aber ich war doch schon da! Das Rennen wird also nicht ohne mich starten. Alles sehr komisch!

Nervosität gut versteckt!!!

 

Die Nervösität verschwand erst als ich mich in meinem 35 Minuten Käfig (Rolling Start) einsortiert hatte und es losging. Plötzlich war alles super! Als wenn nie etwas gewesen wäre. Alles sehr komisch! Aaaaaaaaaaaaahhhhh!!!! Dann fiel mir ein, dass ich meine Radschuhe am Rad nicht geöffnet habe. Mist! Wechselzone ist schon zu. Naja also ein paar Sekunden länger in der Wechselzone werden schon nicht so schlimm sein.

Das Schwimmen lief dann auch sehr gut. Ich war knappe 4 Minuten schneller als sonst auf der Distanz, was mich natürlich sehr freute. Der Wechsel auf´s Rad fühlte sich schon sehr schwerfällig und langsam an. Da waren die paar Sekunden wegen den Radschuhen auch völlig egal!

Das Radfahren lief erwartungsgemäß gut. Zumidest die ersten 60km. Danach fing die Leistung so langsam an zu bröckeln. Also habe ich versucht so viel Verpflegung in mich hinein zu schaufeln was ging. Klappte auch für ca. 20km. Aber am Schindelberg war dann Schluß. Stecker gezogen!!! Als ich auf meinen Tacho schaute hatte ich Angst dass ich gleich umkippe. 8 km/h war nicht wirklich schnell. Nach dem Anstieg war nur noch ausrollen bis in die Wechselzone.

Da ging es noch! Kurz danach nicht mehr!

Der erste Kilometer war vom Tempo auf dem Rad geblendet noch recht schnell. Das hatte aber auch sehr schnell ein Ende und der längste Wandertag begann. Ja! So fühlt sich das also an wenn Engelchen und Teufelchen sich einen Showdown auf der Laufstrecke liefern. Eine neue Erfahrung für mich. Aber DNF is no Option. Immer wieder bin ich angelaufen. Nach max. 1 km war dann wieder gehen angesagt. In der 2. Runde ging ich dann schon Schlangenlinien.

Der Teufel besiegt den Engel….

…. aber nur fast. Die ersten 10km auf der Laufstrecke waren die schlimmsten 10 die ich bis jetzt im Wettkampf gelaufen bin. Nicht körperlich aber mental. Der Gedanke: „Hör doch auf, der Berg war zu viel für dich“ war allgegenwärtig. Der Teufel hatte die Überhand gewonnen. Zum Glück hatte ich meinen Sohn und meine Frau an der Strecke so dass ich wenigstens die Stücke gelaufen bin. Auch wenn ich mir sagen lassen musste, dass es wohl nicht sehr viel Spaß gemacht hat mich Muffel anzufeuern, möchte ich mich gaaaaaaanz doll bedanken bei euch! Wer weiß ob ich sonst durchgezogen hätte.

Deutlich gezeichnet habe ich nach 06:08:17 h (Swim 0:39:06 / Bike 3:04:40 / Run 2:18:34) doch noch das Ziel erreicht.

Ich war sehr froh das ich nicht selber fahren müsste. Das nächste mal buche ich auf jeden Fall eine Übernachtung mehr.

Danke für`s nach Hause fahren mein Schatz. Ich war platt!!!

Heute eine Woche und 3 Tage nach dem 70.3 im Kraichgau bin ich immer noch nicht ganz fit. Die erste Laufeinheit gestern erinnerte mich wieder an meinen Lauf am Renntag. Gaaaaanz schön warm und gaaaaanz schön langsam. Schwimmen geht schonwieder! Radfahren auch!

Ich hoffe auf Rügen wird es besser laufen. Getreu dem Motto: Aufgeben kann man bei der Post!

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