Triathlon mit Wohnwagen

Nachdem wir schon länger als Camper mit dem Zelt unterwegs waren haben wir uns jetzt nach jahrelangem ringen – und ja ich meine wirklich jahrelang – einen Wohnwagen zugelegt.

Roth 2108 noch im Zelt.

Nachdem wir 2018 mit dem Zelt in Roth waren, war für mich klar, dass wenn ich als Starter wiederkomme, ich nicht im Zelt schlafe! Also habe ich versucht kurz nach dem Rennen 2018 eine Unterkunft für 2019 in Roth zu bekommen. Wer das schonmal versucht hat weiß warum wir jetzt einen Wohnwagen haben 😆 Es ist wirklich unglaublich. Die Unterkünfte in und um Roth sind für die nächsten 3-4 Jahre ausgebucht 😩

Echt der Hammer. Und Nürnberg war mir dann auch irgendwie zu weit weg. Aber es ging nicht anders. Also zumindest zu dem Zeitpunkt. Somit wurde dann schnell ein Hotel gesucht und gebucht. Nicht das ich am Ende noch aus München anreisen muss. 😂

Im Januar 2019 waren wir mal wieder auf dem Wohnwagentrip und fuhren zu Camping Herzog bei uns um die Ecke. Wir wollten „nur mal gucken“🤗

Mittlerweile hatten wir festgestellt das gute gebrauchte Wohnwagen fast genauso teuer waren wie neue der Einsteigerklasse.

Also war schon fast klar. Es wird ein neuer. Aber erst nächstes Jahr.

Herr Herzog hat uns dann ein paar Wohnwagen gezeigt die unserer Wunschaufteilung und Budget entsprachen. Nachdem der eine zu schwer und ich in dem anderen schon den Stellplatz für mein Wettkampfrad im Mittelgang geplant hatte, kam er mit einer super Idee und zeigte uns den Dethleffs C-Go 495qsk.

Warum der 495qsk? Wegen der Stockbetten im Heck. Ja zum einen für Finn aber auch wegen dem zusätzlichen Platz für das Fahrrad. Das untere Bett lässt sich nämlich hoch klappen und es entsteht jede Menge Stauraum. Ich habe mir noch einen Thule Träger auf den Boden Schrauben lassen. Jetzt ist es perfekt.

Es passt alles von Triathlon Rad über Rennrad bis MTB da rein. Das ist quasi meine Wettkampfgarage. Hier kommt alles rein was ich für den Wettkampf brauche. Also mein Rad, der Transitionbag und etwas Werkzeug.

Meine Erfahrungen sind aufgrund meines frühen Saisonende durch den Sturz etwas beschränkt auf das Rennen im Kraichgau. In Frankfurt, Roth und Wilhelmshaven war ich nur als Zuschauer vor Ort. Aber auch da war der Wohnwagen Gold wert.

Ein ganz klarer Pluspunkt im Vergleich zum Hotel ist die Küche. Ich bin nicht mehr auf Hotel- oder Restaurantessen angewiesen. Ich koche mir das was am besten für mich ist in den Tagen vor den Rennen. Das ist einfach super und günstiger noch dazu.

Ein weiterer riesen Pluspunkt – zumindest für mich – ist das ich in „meinem Bett“ schlafen kann. Ich habe sonst immer das Problem das ich 2 Tage brauche bis ich, schon unter normalen Umständen, in einem Hotel vernünftig schlafen kann. Und die Tage vor einem Rennen sind keine normalen Umständen. Ich glaube das kann jeder bestätigen.

Meistens steht man auch nicht weit entfernt von Start oder Ziel. Im Kraichgau zum Beispiel standen wir im TriathlonCamp 1 welches direkt hinterm See ist. Selbst wenn mir in der Startbox das Gummi meiner Schwimmbrille gerissen wäre hätte ich noch gaaaaanz entspannt zum Wohnwagen gehen können und hätte eine Ersatz Brille geholt. In Roth waren wir auch nur max. 10 Minuten Fußweg vom Start weg. Sogar in Frankfurt der Campingplatz in Langen ist nicht weit vom See weg. Bei allen 3 Rennen war die Anfahrt zum Start einfach viel kürzer als in den Jahren vorher wo ich in Hotels gewohnt habe.

Diese Punkte allein sind jeden Euro wert den der Wohnwagen verschlungen hat. Ich hatte noch nie so entspannte Tage vor einem Rennen. Es ist halt so, dass jedes Mal wenn ich den Wohnwagen anhänge ich im Urlaubsmodus bin. Die Rennanspannung kam wirklich erst am Tag vorher etwas durch. Voll gut.

Ich kann es nur empfehlen einmal darüber nachzudenken. Es reduziert den Stress vorm Rennen doch ganz erheblich.

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